Schnatterente

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Schnatterenten sind in Bayern als Brutvögel sowie im Herbst und Winter als Durchzügler und Wintergäste anzutreffen. Das Gefieder der Weibchen ähnelt dem Stockentenweibchen, die Schnatterenten sind allerdings etwas kleiner und schlanker. Bei der Nahrungsaufnahme von der Wasseroberfläche äußert die Schwimmentenart ein charakteristisches „Schnattern“, welches namensgebend für die Art war.
Die Stimme der Schnatterente
Schnatterenten quaken tief, kurz und mechanisch "ährp". Während der Balzzeit lassen sie pfeifende "pjii"- Töne verlauten. Hören Sie hier das typische Quaken der Schnatterente:
Autor: Frommolt, Karl-Heinz / Tierstimmenarchiv Berlin
Schnatterenten in Bayern
Schnatterenten sind in Bayern nicht nur als Brutvögel, sondern auch als Mausergäste, Durchzügler und Wintergäste anzutreffen. Der Brutbestand wird auf 440 bis 700 Paare geschätzt. Schnatterenten brüten in den Weiherlandschaften Mittelfrankens und der Oberpfalz, wie in Aischgrund, Rußweihergebiet und Charlottenhofer Weihergebiet. In Südbayern brütet die Art an den großen Voralpenseen, im Ismaninger Teichgebiet sowie in verschiedenen Donauabschnitten mit Altwässern.
Zur Mauserzeit im Juli und August fliegen auch aus anderen Regionen Schnatterenten nach Bayern, um gemeinsam auf den großen Seen zu Mausern. Die wichtigsten Gewässer für die Mauser sind neben dem Ismaninger Teichgebiet das mittelfränkische Weihergebiet und die mittleren Isarstauseen.
Zur Überwinterung in Bayern finden sich Schnatterenten in großer Zahl im Ismaninger Teichgebiet, am Chiemsee, verschiedenen Stauseen und dem Rötelweihergebiet ein.
Rastende Schnatterenten nutzen auf dem Herbst- und Frühjahrszug unter anderem die Voralpenseen, sowie die Auen und Altarme von Donau, Lech, Isar und Inn, um ihre Reserven wieder aufzufüllen, zu fressen und zu rasten.