Kolbenente

© Mittermeier B.
Die Kolbenente gehört zu den Tauchenten und ernährt sich vorwiegend von pflanzlicher Kost. Dank ihres markanten roten Schnabels und des rotbraunen, dreieckig wirkenden Kopfes mit Federhaube sind die Männchen unverwechselbar. Ihr hauptsächliches Verbreitungsgebiet liegt in Mittelasien bis Nordwestchina, aber auch bei uns in Bayern brütet die Kolbenente.
Die Stimme der Kolbenente
Die Kolbenente ist eher schweigsam. Die Erpel lassen ab und zu ein "bäht" hören und der Ruf der Weibchen erinnert an Hundegebell, wenn sie verfolgt werden. Hören Sie hier das "bäht" eines Männchens.
Autor: TSA / Tierstimmenarchiv Berlin
Kolbenenten in Bayern
Das größte Brutvorkommen der Kolbenente liegt im asiatischen Raum zwischen Mittelasien und Nordwestchina, wo die Art in Steppengebieten brütet. In Mitteleuropa gibt es nur kleinere, inselartige Brutvorkommen. Der Brutbestand wird in Bayern auf 300 bis 410 Brutpaare geschätzt, mit steigender Tendenz. Rund die Hälfte des deutschen Brutbestands befindet sich in Bayern, wodurch uns eine besondere Verantwortung beim Schutz der Art zukommt. In Bayern brütet die Kolbenente an den südlichen Flüssen, an der Donau und an den Voralpenseen einschließlich des Bodensees. Nördlich der Donau gibt es Brutnachweise im Aischgrund und im Nürnberger Stadtgebiet, ebenso aus Unterfranken, der Regentalaue, dem Rußweihergebiet, dem Starnberger See, sowie Isar, Iller und Ammer.
Viele Kolbenenten ziehen im Winter in Überwinterungsgebiete im Mittelmeerraum, ans Schwarze Meer sowie nach Vorderasien und Hinterindien. Einige der bayerischen Brutvögel und darüber hinaus auch Kolbenenten aus Nordeuropa überwintern in Bayern oder halten Rast auf unseren großen, eisfreien Seen. Im Winterhalbjahr sind das Ismaninger Teichgebiet, Chiemsee und Ammersee die wichtigsten Gewässer für den Aufenthalt der Kolbenenten.