Rebhuhn

Rebhuhn frontalZoombild vorhanden

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Das Rebhuhn ist ein typischer Bewohner der offenen Agrarlandschaft. Als ursprünglicher Vogel der Steppen- und Waldsteppenlandschaft ist es erst mit Beginn des Ackerbaus nach Mitteleuropa eingewandert. Die etwa taubengroßen, 200 bis 500 Gramm schweren Vögel haben eine gedrungene Körperform, ein braungrau gefärbtes Gefieder und im Gegensatz zum Fasan keine langen Schwanzfedern. Wenn ihre sehr gute Tarnung auffliegt, entpuppen sie sich als flinke kleine Läufer.

mehrere Rebhühner, eine sogenannte Kette, auf einer grüne Wiese.
Rebhühner führen eine unauffällige Lebensweise um keine Aufmerksamkeit von Fressfeinden auf sich zu ziehen. Ihr braungraues Gefieder eignet sich optimal als Tarnkleid. Bei Gefahr ducken sie sich auf den Boden. Erst wenn die Gefahr näher kommt, suchen sie ihr Heil in der Flucht und fliegen davon.
Viele Rebhühner verbringen ihr gesamtes Leben auf dem Erdboden. Beobachtungen von Rebhühnern auf Bäumen oder Sträuchern sind, im Gegensatz zum Fasan, sehr selten. Neben einer abwechslungsreichen Agrarlandschaft mit gutem Angebot an Nahrung und Deckung benötigt das Rebhuhn auch trockene Stellen zum Staubbaden. Das Bad im Staub dient der Gefiederpflege und dem Wohlbefinden der Tiere.

Die Stimme des Rebhuhns

Rebhuhn frontal

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Der Ruf der Rebhühner ist eher metallisch und heiser.

Autor: Tembrock, Günter / Tierstimmenarchiv Berlin

Rebhühner in Bayern

Jagdstrecke

Rebhuhnstrecke in Bayern seit 1985 bis 2021Zoombild vorhanden

Gesamtstrecke Rebhuhn seit 1985 (© StMELF)

Das folgende Diagramm gibt Ihnen einen schnellen Überblick über die Streckenentwicklung des Rebhuhnsl in Bayern. Mit Daten seit 1985 haben wir hier für Sie eine Zusammenstellung aufbereitet.

Streckendaten Rebhuhn in Bayern und nach Regierungsbezirken seit 1985 pdf 246 KB

Ein Rebhuhn auf einem Acker stehendZoombild vorhanden

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In einer abwechslungsreichen Agrarlandschaft mit einem mosaikartigen Wechsel von Äckern, Wiesen Hecken, Gebüschen und Brachen findet das Rebhuhn optimale Lebensbedingungen. Rebhühner lieben Bereiche mit lockerem, nicht zu dichtem Pflanzenbewuchs, die Nahrung, Deckung und gleichzeitig auch Sichtschutz vor Feinden bieten. Diese Lebensräume finden sie vor allem in Blühflächen, Brachen oder Altgrasstreifen. Hier finden Rebhühner geeignete Plätze für Brutnester und können ihren Nachwuchs großziehen.

Gerade Rebhuhnküken sind in ihrer Jugendphase sehr nässe- und kälteempfindlich. Daher benötigen sie sonnige Bereiche, wo sie sich trocknen und staubbaden können. Sofort nach dem Schlüpfen verlassen die jungen Rebhühner das Nest auf der Suche nach Deckung, um sich vor Feinden in Sicherheit zu bringen. Sie werden aufgrund dieses angeborenen Verhaltens als "Nestflüchter" bezeichnet.

Rebhühner leben im Sommer als Paare und schließen sich mit Einbruch des Herbstes und im Winter zu Gruppen – sogenannten "Ketten" – zusammen. Eine Rebhuhnkette kann aus bis zu 25 Tieren bestehen. Im Winter können Rebhühner schützende Schlafhöhlen im Schnee graben oder drängen sich als ganze Gruppen eng aneinander, um der Kälte zu trotzen. Mit Ende des Winters lösen sich die Rebhuhnketten wieder auf.

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