Ringeltaube

Ringeltaube sitzt auf Ast seitlich

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Die Ringeltaube ist die größte unserer heimischen Wildtauben und flächig in Bayern verbreitet. Sogar in den höheren Lagen der Alpen ist sie zu finden, wenn auch deutlich seltener. Gesehen hat sie bestimmt jeder schon mal, denn aktuell ist die Ringeltaube in der "Top Twenty" der häufigsten Vogelarten in Bayern zu finden.

Erscheinungsbild

Ringeltaube auf einer mit schnee bedeckten Wiese
Die Ringeltaube trägt ein überwiegend schiefergraues Gefieder, welches im Brustbereich einen rötlichen Schimmer aufweist. Charakteristisch sind die beiderseits vorhandenen, weißen Halsflecken, die sich deutlich von der dunkleren Kopf- und Halspartie absetzen. Sie erreicht ein Gewicht von bis zu 600 Gramm und hat eine Körperlänge von maximal 43 Zentimetern. Was das Aussehen anbelangt, unterscheiden sich männliche und weibliche Ringeltauben so gut wie nicht.
Ringeltaube auf Ast, von hinten fotografiert

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Ringeltaube seitlich auf verschneiter Wiese

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Ringeltaube auf Nest mit Küken.

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Ringeltaube fliegt von Kiefer ab.

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Ringeltaube landet auf Kiefer, noch im Anflug

©Marie Capitain–Fotolia.com

Wissenswertes auf einen Blick

  • Wissenschaftlicher Name: [i]Columba palumbus [/i]
  • Gewicht: bis 600 Gramm
  • Größe: Körpergröße bis 43 cm
  • Alter: bis 21 Jahre
  • Geschlechterunterschied: kein sichtbarer
  • Gelege: meist 2 Eier, 2 bis 3 Bruten je Jahr

Reviergesang der Ringeltaube

Ringeltaube im Baum

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Bis in den Sommer ist der Reviergesang, ein charakteristisches Gurren, zu hören. Es ist nicht sehr laut und ähnelt einem "rugúgu, gugu", das mehrmals wiederholt wird. Zum Schluss endet der Gesang mit einem kurzen "gú". In unserem Beispiel gut zu hören!

Autor: Tembrock, Günter / Tierstimmenarchiv Berlin

Ringeltauben in Bayern

Die interaktive Karte ermöglicht Ihnen einen einmaligen Blick auf jagdliche Daten. Dargestellt sind das Bundesland Bayern mit seinen Landkreisen und die jagdliche Strecke (erlegtes Wild und Fallwild) in den Landkreisen und kreisfreien Städten. Je dunkler die Färbung, umso höher ist die jagdliche Strecke.
Verwendung und Datenherkunft
Im grauen Kasten links neben der Bayernkarte gelangen Sie zur Datenbankrecherche. Dort entscheiden Sie selbst welche Daten Sie sehen möchten. Seien es Regierungsbezirke, Landkreise, Hegegemeinschaften, letztes oder länger zurück liegendes Jagdjahr. Durch Auswahl eines oder mehrerer Kriterien wird die Kartendarstellung geändert.
Den Kartenausschnitt verändern Sie durch Bewegen des Mausrads oder den Gebrauch der "+" und "-" Symbole. Klicken Sie auf einen Landkreis, erhalten Sie Detailinformationen zur Jagdstrecke dieses Landkreises.

In die Streckenliste wird vom Jagdpächter oder Eigenjagdbesitzer alles in seinem Revier erlegte Wild und aufgefundenes Fallwild, das anderweitig zu Tode gekommenen ist, z.B. durch Straßenverkehr, Krankheit, Witterungseinfluss oder Alter, eingetragen. Die Liste ist zum Ende des Jagdjahres der Kreisverwaltungsbehörde vorzulegen. Das StMELF erhebt diese Daten und stellt sie in dieser Art und Weise erstmalig zur Verfügung.
Was sind Hegegemeinschaften?
Die Revierinhaber von zusammenhängenden Jagdrevieren, die einen bestimmten Lebensraum für das Wild umfassen, können eine Hegegemeinschaft bilden, um eine ausgewogene Hege der vorkommenden Wildarten und eine einheitliche großräumige Abschussregelung zu ermöglichen (§ 10a Abs. 1 des Bundesjagdgesetzes).

Aufgaben der Hegegemeinschaften (Art. 13 BayJG) Externer Link

Streckenentwicklung

Liniendiagramm Ringeltaube Abschusszahlen bis 2016Zoombild vorhanden

Gesamtstrecke seit 1985 (©LfL)

Das folgende Diagramm gibt Ihnen einen schnellen Überblick über die Streckenentwicklung der Ringeltaube in Bayern. Mit Daten seit 1985 haben wir hier für Sie eine Zusammenstellung aufbereitet.

Lebensraum und Lebensweise

Ringeltaube fliegt knapp über WasseroberflächeZoombild vorhanden

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Die tagaktive Ringeltaube nutzt alle Biotope, die ihr ausreichend Nahrung bieten. Dabei ist sie in der landwirtschaftlichen Feldflur genauso anzutreffen wie in Waldrandbereichen, Feldgehölzen oder Alleen. In den letzten Jahrzehnten werden auch städtische Bereiche wie Parkanlagen, Friedhöfe oder Gärten immer öfter besiedelt. Als Nistplatz dienen ihr Bäume und Gebüsche, wo sie in Astgabeln ihr Nest baut.
Den Winter verbringen viele der "bayerischen" Ringeltauben in milderen Gefilden, zum Beispiel in Westeuropa oder im Mittelmeerraum. Außerhalb der Brutzeit zeichnen sich Ringeltauben durch eine sehr gesellige Lebensweise aus.

Ernährung

Ringeltaube auf verschneitem FichtenastZoombild vorhanden

©Ivonne Wierink–Fotolia.com

Die erwachsenen Ringeltauben ernähren sich fast ausschließlich vegetarisch. Samen, Früchte und Beeren stehen dabei genauso auf dem Speiseplan wie Knospen oder Blätter. In geringem Umfang werden auch Schnecken, Regenwürmer und Insekten aufgesammelt. Stadtpopulationen haben sich zum Teil auch an Brot als Nahrung gewöhnt. Um die Nahrung zu zerkleinern, werden – wie auch von den anderen Tauben – Steinchen aufgenommen, die im Magen als "Mahlsteine" dienen. Die Nahrungsaufnahme erfolgt überwiegend in der offenen Landschaft, wobei bis zu 15 Kilometer weite Suchflüge durchgeführt werden. Mehrmals täglich suchen Ringeltauben Wasserstellen (Tränken) auf, um ihren Flüssigkeitsbedarf zu decken.

Ringeltauben im Jahresverlauf

Hauptbalz und Paarbildung finden meist ab März/April statt, nachdem die Vögel aus ihren Winterquartieren zurückgekehrt sind. Die sich daran anschließende Brutperiode dauert von April bis September. Während dieser Zeit werden zwei, vereinzelt drei Bruten durchgeführt. Die meist zwei Eier eines Geleges werden dabei von beiden Elternteilen abwechselnd bebrütet. Die Brutdauer beträgt zwischen 15 und 17, die Nestlingsdauer zwischen 28 und 29 Tagen. Nach erfolgtem Brutgeschäft schließen sich die Ringeltauben zu Schwärmen zusammen, um dann im Oktober/November in klimatisch gemäßigtere Regionen aufzubrechen.

Liniendiagramm der Aktivitäten der Ringeltaube im Jahresverlauf

Jagdliche Begriffe

  • Tauber: männliche Taube
  • Täubin: weibliche Taube
  • Gelege: im Nest abgelegte Eier
  • Balz: Paarungszeit
  • Nestlingszeit: Zeit vom Schlüpfen bis zum flügge werden

Jagd und Management

Ringeltaube fliegt aus Kiefer davon. Zoombild vorhanden

©Marie Capitain–Fotolia.com

Die Ringeltaube darf in Bayern vom 1. November bis 20. Februar bejagt werden, ohne dadurch ihren Bestand zu gefährden.