Hasenpest: Das sollten Sie über diese Zoonose wissen!

Feldhase wg. Hasenpest
Bei der Hasenpest (Tularämie) handelt es sich um eine hochinfektiöse, für Nagetiere und Hasenartige häufig tödlich verlaufende bakterielle Erkrankung. Sie ist auf den Menschen übertragbar und gehört zu den meldepflichtigen Tierkrankheiten. Seit 2016 steigt die Zahl der Übertragungsfälle in Bayern an. 2018 wurden insgesamt 20 Fälle registriert. Diese Zahl wurde im Jahr 2019 bereits überschritten. 2019 wurde die Krankheit in Unterfranken, Mittelfranken, Oberpfalz, Oberbayern und Schwaben festgestellt.



Die Hasenpest ist eine Zoonose, d.h. eine Übertragung von Tier auf Mensch ist möglich. Als Übertragungswege für den Menschen kommen in Frage:
  • Haut - und Schleimhautkontakt mit infektiösem Tiermaterial, insbesondere beim Enthäuten und Ausnehmen von erlegtem Wild,
  • Verzehr von nicht ausreichend erhitztem, kontaminiertem Fleisch (Hasen) oder kontaminiertem Wasser,
  • kontaminierte Stäube und Aerosole.

Die Inkubationszeit wird mit 3 bis 10 Tagen angegeben, die Erkrankungsdauer mit 2 bis 3 Wochen, gefolgt von einer längeren Rekonvaleszenz.
Die Krankheit beginnt mit unspezifischen, grippeartigen Symptomen wie Kopf- und Gliederschmerzen, Fieber, Schüttelfrost und Mattigkeit.
Behandlung: Verabreichung von Antibiotika.

Als Vorsichtsmaßnahmen sind zu empfehlen:

  • Vermeidung von ungeschütztem Kontakt zu Wildtieren;
  • Vermeidung von ungeschütztem Kontakt zu Kadavern von Wildtieren;
  • Einhalten der Arbeitshygiene beim Umgang mit Wildtieren und deren Produkten;
  • Wildgerichte nur gut durchgegart verzehren.
Ausführliche Informationen zur Tularämie sind auf den Internetseiten des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit sowie des Robert-Koch-Instituts und des Friedrich-Loeffler-Instituts zu finden.